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Geschichte

Auf der Suche nach den „Sieben Städten aus Gold" zog als erster Europäer der Spanier Francisco Vázquez de Coronado mit Gefolge zwischen 1540 und 1542 von Mexiko nordwärts ins heutige Kansas. Natürlich fanden die Spanier kein Gold, trafen nur auf nomadisierende Indianervölker und Millionen eigenartiger „Kühe" (Bison), und kehrten enttäuscht zurück.

1803 kaufte Präsident Thomas Jefferson dem in Geldnöten steckenden französischen Herrscher Napoleon für den Spottpreis von 15 Millionen Dollar riesige Ländereien zwischen dem Mississippi und den Rocky Mountains ab. Mit diesem Louisiana Purchase hatte sich die Fläche USA um das Doppelte vergrößert. Auf einer Forschungsreise zwischen 1804 und 1806 erkundeten die Offiziere Meriwether Lewis und William Clark mit dem Corps of Discovery das Neuland und kamen auch in die östliche Region des heutigen Kansas am Missouri River.

Eine wichtige Rolle für Kansas sollte ab 1821 der Santa Fe Trail, die Landstraße zwischen dem westlichsten Außenposten der USA, Independence/Missouri, und der nördlichsten mexikanischen Provinzhauptstadt, Santa Fe/New Mexico, spielen. Im 19. Jahrhundert nutzten unzählige Handelskarawanen die mehr als 1900 km lange Strecke. Doch erst nachdem der US-Kongress mit dem Kansas-Nebraska Act 1854 diesen Teil des Westens zur Besiedlung frei gegeben hatte, entstand das Kansas Territorium. Erste Orte wurden nahe dem 1827 als erstem Militärposten westlich des Mississippi eingerichteten Fort Leavenworth gegründet, darunter Lawrence, Topeka oder Manhattan.

Lange bevor im Osten der Konflikt zwischen Nord- und Südstaaten offen ausbrach, bekämpften sich im Grenzgebiet zwischen Kansas und Missouri Sklavenhalter und Sklavengegner („Free-Staters" oder „Jayhawkers"). Die blutigen Jahre von 1855 bis 1861 führten zu der Bezeichnung „Bleeding Kansas". Selbst nachdem Kansas am 29. Januar 1861 als sklavenfreier Staat in die Union aufgenommen worden war, sollte es bis zum Ende des Bürgerkriegs 1865 dauern, bis Ruhe eingekehrt war.

1861 wurde Topeka Hauptstadt, das State Capitol konnte 1866 eingeweiht werden. 1863 erfolgte die Gründung der Kansas State University in Manhattan und zwei Jahre später öffnete die University of Kansas in Lawrence. Die westliche Region um Dodge City war damals noch „Wilder Westen". Bis in die 1880er-Jahre trieben Cowboys auf dem Chisholm Trail Rinderherden aus Texas zum Bahnhof in Dodge City und weiter nach Norden.

Mit dem Ende der „Cowboy-Ära" begann der Aufstieg Kansas' zum Landwirtschaftszentrum mit Viehzucht und Getreideanbau. Die Weltwirtschaftskrise und der sogenannte Dust Bowl, die Dürreperiode zwischen 1930 und 1941, traf Kansas besonders hart. Unzählige Menschen gaben ihre Farmen auf und zogen nach Kalifornien - John Steinbecks Buch „Jenseits von Eden" schildert das Schicksal zweier Familien aus Salinas in dieser Zeit. Vermehrt setzt man deshalb heute in Viehzucht und Landwirtschaft auf Nachhaltigkeit. Zudem hat sich Kansas, besonders Wichita, zu einerm bedeutenden Standort der Luftfahrtindustrie entwickelt.

Auch politisch spielte Kansas eine Rolle: Der in Kansas beheimatete Dwight D. Eisenhower (1890-1969) war Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte während des Zweiten Weltkrieg und anschließend der 34. US-Präsidenten (1953-1961). Ein biografisches Detail ist bei ihm besonders interessant: Seine Familie hat deutsche Wurzeln, was jedoch keine Ausnahme ist: Über 30 % der Bewohner von Kansas verweisen auf deutsche Vorfahren und stellen damit die größte ethnische Gruppe.

 

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